Zuletzt hieß es, vor dem Sommer solle das Motorola Backflip in Deutschland erscheinen. Motorola kündigte jetzt aber an, dass es schon im April soweit sei. 499 Euro soll das Android-Handy kosten und bei Mobilcom-Debitel sowie bei Amazon erhältlich sein.
Amazon listet das Motorola Backflip auch schon - allerdings für 439,97 Euro. Günstig ist das Backflip damit immer noch nicht. Zum Vergleich: Das leistungsfähigere Motorola Milestone gibt es bei Amazon schon für 427,25 Euro.
Das Motorola Backflip zeichnet sich durch einen neuen Klappmechanismus aus und durch ein Touchpad, das erstaunlich groß ist.
Klappmechanismus
Wenn das Motorola Backflip in der Hand gehalten wird, erscheint es wie ein Nokia Communicator. Der Bildschirm befindet sich auf der einen Hälfte, die QWERTY-Tastatur auf der anderen. Zugeklappt wird es aber so, dass Display und Tastatur jeweils außen sitzen.
Auf diese Weise lässt sich das Motorola Backflip im geschlossenen Zustand auch über den 3,1 Zoll großen Touchscreen bedienen. Die Tasten weisen nur einen geringen Hub auf, was ein schnelles Schreiben darauf voraussichtlich erschwert.
Der Vorteil dieser Konstruktion zeigt sich allerdings erst im geöffneten Zustand. Auf der Rückseite der Tastatur befindet sich ein Lautsprecher, auf der Rückseite des Bildschirms ein Touchpad. Der Lautsprecher erstreckt sich über die gesamte Breite des Geräts.
Touchpad auf der Rückseite des Displays
Motorola nennt dieses Touchpad Backtrack. Es ersetzt ein Touchpad, Touchball oder 5-Wege-Navigator auf der Vorderseite. Man scrollt also durch Menü und Webseiten, indem man mit dem Finger über die Rückseite des Displays streicht.
Die Ausstattung des Motorola Backflip ist nicht überragend und erinnert an das Motorola Cliq/Dext. Android 1.5 wird durch die Motorola-Oberfläche Motoblur ergänzt, die verschiedene Kommunikations-Plattformen in einer Übersicht vereint. Ein Update auf Android 2.1 soll folgen - die Frage ist nur wann.
Das Backflip als Wecker oder digitaler Bilderrahmen
Der Bildschirm zeigt bloß 320 x 480 Punkte an. Auch beim Internetzugang wurde gespart: HSUPA ist nicht vorhanden. Immerhin können Daten über HSDPA mit 7,2 Mbit/s auf das Motorola Backflip geladen werden. Alternativ lässt sich WLAN b/g nutzen.
Eine weitere Besonderheit dieser Bauweise ist, dass das Display bei einer Neigung von 90 Grad einrastet. Auf diese Weise kann man das Motorola Backflip auf den Tisch stellen und als Media-Player oder Wecker nutzen.