Dieser Schritt war lange angekündigt: Opera hat seinen mobilen Browser Opera Mini beim Apple App Store zur Prüfung eingereicht. Fast genau 24 Stunden ist dies her. Seitdem wird gewartet, was ein Counter auf der Website von Opera demonstriert.
Der Opera Mini soll auf das iPhone. Beim Opera Mini for iPhone handelt es sich allerdings nicht um einen herkömmlichen Mini, denn dieser lässt sich nur auf Java-fähigen Geräten installieren. Beim Mini für das iPhone handelt es sich um eine native Anwendung.
Der Opera Mini führt die Daten über einen Opera-Server, wo die Webseiten gerendert, komprimiert und verschlüsselt werden. Auf diese Weise sollen 90 Prozent weniger Daten übertragen werden. Laut Opera soll der Mini einzelne Webseiten 5-6 mal schneller laden als der auf dem iPhone vorinstallierte Safari-Browser.
Ein weiterer Browser? Oder ein Download-Manger für Webseiten?
In diesem Vergleich stecken sowohl das Problem als auch die Lösung. Apple verbietet Programme, die die Grundeigenschaften des iPhone kopieren. Deshalb gibt es bis jetzt auch noch keinen alternativen Browser für das iPhone - mit Ausnahme von Anwendungen, die auf dem Safari aufsetzen.
Opera argumentiert aber, dass der Opera kein herkömmlicher Browser sei, der die Seiten auf dem Gerät rendert, sondern eine Anwendung für sehr schnelles Surfen.
Die Öffentlichkeit eingespannt
Dass diese Argumentation auf wackligen Füßen steht, weiß auch Opera. Aus diesem Grund wurde früh die Öffentlichkeit einbezogen. Bereits Ende 2008 sprach Opera über eine iPhone-Version - ohne sie bei Apple einzureichen.
Jetzt wurde der Opera Mini for iPhone auch vielen Journalisten gezeigt: Mitte Februar zum Mobile World Congress in Europa, jetzt auch in den USA. Man kann davon ausgehen, dass es einige Wochen dauern wird, bis Apple sich äußern wird.