Anfang März hat Apple vor der US-Handelsbehörde ITC und dem US-Bezirksgericht in Delaware Klage gegen HTC eingereicht. 20 Patente soll HTC verletzt haben, die im iPhone zum Einsatz kommen. Jetzt kündigte HTC an, sich mit allen juristischen Mitteln zu wehren.
Das ist die erste deutliche Reaktion. HTC-Chef Peter Chou erklärte, dass man geistiges Eigentum respektiere, aber auch den Wettbewerb schätze - mit einem Verweis auf die eigenen Entwicklungen.
Es wird für möglich gehalten, dass HTC letztlich mit einer Gegenklage reagiert. Auch HTC hält zahlreiche Patente. Dieses Statement war aber erst einmal nur für die Öffentlichkeit bestimmt. Vor Gericht hat HTC noch nicht reagiert.
Gegen Android geschossen
Die 20 Patente, auf die sich Apple bezieht, betreffen die Bedienung, den Aufbau und die Hardware der Smartphones. Dabei geht es auch um Multitouch und um Operationen, die Android nutzt.
Der Verdacht liegt nahe, dass Apple mit seinen Klagen nicht HTC, sondern Google meint. Der Android-Entwickler hat sich bereits mit HTC solidarisch erklärt, hält sich sonst aber noch zurück.
Google steht hinter HTC
Google hat (anders als HTC) genug Erfahrung und Geld, um einen langen Prozess durchzustehen - auch wenn Google selbst nicht auf der Anklagebank sitzt.
Wenn Apple eines der beiden Verfahren gewinnt, dürfen keine Smartphones von HTC mehr in den USA verkauft werden.