Seitdem Google und Nokia angekündigt haben, eine kostenlose Navigation fürs Handy anzbieten, befindet sich die Branche im Umbruch. Eines der ersten Opfer ist Vodafones Navi-Dienst. Das Tochter-Unternehmen Wayfinder Systems wird aufgelöst. Vodafone sucht nach einem neuen Partner.
Vodafone hatte Wayfinder erst Anfang 2009 übernommen. Wayfinder war einer der ersten Anbieter einer Offboard-Navigation. Dabei liegen die Karten nicht auf dem Handy, die Routen werden auf einem Server berechnet und per Mobilfunk auf das Smartphone übertragen.
Vodafone verdiente letztlich am Datenverkehr. Ende letzten Jahres wurde der Dienst sogar noch ausgebaut. Jetzt wurden die Richtungen nicht nur auf dem Bildschirm angezeigt, sondern auch noch angesagt.
Immer mehr Handys können gratis navigieren
Google Maps Navigation lässt sich derzeit nur in den USA nutzen und auch dort nur mit neueren Android-Handys. Es wird aber damit gerechnet, dass man den Dienst bald auch in den Ländern nutzen kann, in denen Google Street View angeboten wird.
Im Gegenzug bietet auch Nokia seinen Navigations-Dienst Ovi Maps kostenlos an - allerdings nur auf aktuellen Nokia-Smartphones. Nach und nach werden aber immer mehr Handys gratis navigieren können.
Der Vodafone-Dienst lässt sich weiterhin nutzen. Der Mobilfunker sucht aber nach einem neuen Partner, der nicht nur eine Navigation anbietet, sondern auch Standort-Informationen für die Location Based Services von Vodafone.