Schon seit längerem liegen China und Google im Clinch miteinander. Der chinesische Minister für Industrie und Informationstechnologie drohte Google jetzt zum wiederholten Male mit Folgen, wenn sich der Suchmaschinenbetreiber nicht an die Zensurbestimmungen halte.
Motorola setzt unterdessen auf den Konkurrenten Bing. Microsoft und Motorola haben dafür eine weltweite Kooperation geschlossen. Zuerst wird diese aber in China umgesetzt. Auf Smartphones mit Google Android wird die Standard-Suche sowie der Kartendienst Maps durch Bing ersetzt.
Noch in diesem Monat werden die ersten Geräte ausgeliefert, auf denen die Microsoft-Dienste vorinstalliert sind. Schon verkaufte Geräte erhalten Bing als Standardeinstellung durch das nächste Android-Update.
China stellt Bedingungen
Motorola möchte den Kunden die Wahl lassen, die sie in China bald nicht mehr haben könnten. Der chinesische Minister betonte auch, das man Google unterstützen werde, wenn das Unternehmen seine Aktivitäten in China ausdehnen wolle - aber eben nur unter der Bedingung, dass Google zensiert.
Google erwägt daher den Rückzug aus China. Die Verhandlungen mit der chinesischen Regierung laufen noch. Der Ausgang ist ungewisss.