Von den sechs Bewerbern um freie Mobilfunk-Frequenzen sind nur noch vier übrig geblieben. Dies gab heute die Bundesnetzagentur bekannt. Wenig überraschend ist, dass es sich dabei um die vier bestehenden Netzbetreiber T-Mobile, Vodafone, E-Plus und Telefonica O2 handelt.
Ein Bewerber hat seinen Antrag zurückgezogen, ein weiterer erfüllte die Voraussetzungen nicht. Am 12. April sollen dann die neuen Frequenzen versteigert werden, die in den Bereichen 800 MHz, 1,8 GHz, 2 GHz und 2,6 GHz liegen.
Darunter sind auch die Frequenzen, die durch die Umstellung von analogem auf digitalen Rundfunk freigeworden sind, die sogenannte Digitale Dividende. Diese sind vor allem begehrt, weil man damit in ländlichen Bereichen große Flächen mit wenig Antennen abdecken kann.
Haushalte anbinden, die kein DSL erhalten
Auch der Bundesregierung sind diese Frequenzen wichtig. Die Haushalte, die jetzt noch kein DSL erhalten können, sollen darüber bis Endes des Jahres mit Breitband-Internet versorgt werden. Dies ist eine verbindliche Auflage.
E-Plus, O2 und die EU-Kommissarin Viviane Reding kritisierten im Vorfeld die Bedingungen der Auktion. Die beiden Netzbetreiber möchten mit der Auktion ein altes Ungleichgewicht ausgleichen.
Während T-Mobile und Vodafone mehr GSM-Frequenzen im Bereich um 900 MHz halten, sind E-Plus und O2 mehr Frequenzen im Bereich um 1.800 MHz zugeteilt worden. E-Plus und O2 haben gegen die Auktionsbedingungen geklagt.