Die Datenschützer kritisieren seit Monaten Google Street View, den Dienst, der Google Maps um Panorama-Ansichten von ganzen Straßenzügen ergänzt. Man könne ja widersprechen, sagt Google. Verbraucherschutz-Ministerin Ilse Aiger zeigt nun, wie das geht - mit einem Musterbrief.
"Hiermit widerspreche ich der Speicherung und Veröffentlichung von Abbildungen meines/des von mir bewohnten Hauses durch den Internetdienst Google Street View", heißt es darin.
Um von seinem Widerspruchsrecht Gebrauch zu machen, müsse man den Brief per Mail an streetview-deutschland@google.com oder per Briefpost an Google Germany GmbH, Betr. Street View, ABC-Straße 19, 20354 Hamburg schicken.
Haus muss beschrieben werden
Google Street View soll noch in diesem Jahr in Deutschland starten und hat voraussichtlich auf jeder Seite auch einen Link "Ein Problem melden".
Wichtig ist außerdem, dass das Haus beschrieben wird. Die reine Anschrift reicht nicht aus. Jeder Fall wird individuell geprüft, damit die Ansicht des richtigen Hauses entfernt wird.
Was passiert, wenn Mieter und Vermieter unterschiedlicher Meinung sind, ist noch nicht klar.
Jeder Fall wird geprüft
Im Musterbrief auf der Website des Verbraucherschutz-Ministeriums findet sich auch folgender Satz: "Um die Bestätigung des Eingangs und Berücksichtigung meines Widerspruchs wird gebeten."
Wenn viele Widersprüche eingehen und Google tatsächlich jeden Einzelfall prüft, kommt viel Arbeit auf Google zu - verbunden mit hohen Kosten.