Windows Mobile

Skype wechselt seine Strategie

Nachdem Skype seine Unabhängigkeit erlangt hat, wechselt der VoIP-Anbieter seine Strategie. Es wird mehr Gewicht auf mobile Anwendungen gelegt. Um dies zu verdeutlichen, wurden erst einmal die Anwendungen für Windows Mobile und für Java-Handys aus dem Programm entfernt.

Der Grund dafür ist einfach: Skype hat die Latte höher gelegt. Auf dem Handy soll jetzt das möglich sein, was die Nutzer vom Desktop-Rechner von Skype gewohnt sind. Die Software für iPhone, Symbian S60 und Maemo erfüllt dies, der Rest nicht.

Auf Smartphones mit Windows Mobile kann Skype weiterhin genutzt werden, Skype Lite für Java-Handys wahrscheinlich nur bis Ende des Jahres.

Netzbetreiber müssen mitspielen

Auch die Beta-Version für Google Android lässt sich nicht mehr herunterladen. Es ist aber davon auszugehen, das Skype neue Versionen für Android sowie für Windows Phone 7 anbieten wird, wenn diese ausgereift sind.

Die mobile Welt kann Skype aber nicht allein mit guter Handy-Software erobern. Die Netze müssen schnell genung sein, und die Netzbetreiber dürfen Skype oder Voice-over-IP nicht blocken. In den USA hat Skype deshalb jetzt eine Kooperation mit dem größten Mobilfunker, Verizon Wireless, getroffen.

Nur O2 erlaubt VoIP

In Deutschland ist Skype froh, wenn die Netzbetreiber den Dienst nicht blocken. In einem Interview mit der FAZ sagte Skype-Chef Josh Silverman: "Die Einstellungen der Netzbetreiber ändern sich, und wir sehen auch steigendes Interesse der Regulatoren. Sie stören sich daran, dass die Netzbetreiber vorschreiben wollen, wofür die Kunden ihr gekauftes Datenvolumen verwenden sollen."

Nur Telefonica O2 erlaubt in seinen Netzen VoIP ohne Einschränkungen. Die anderen drei Netzbetreiber haben dies per AGB ausgeschlossen, drohen mit technischen Sperren oder erlauben VoIP in einigen Tarifen nur gegen Aufpreis.

26.02.2010 | 19:41 Uhr
Autor: Peter Giesecke
Tags: Windows Mobile, Skype, Java, Skype Lite, Android, Interview, FAZ, Netzbetreiber, Telefonica O2, Regulierer, Josh Silverman

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