Gesichtserkennung

Recognizr: Ein Netzwerk der Netzwerke

Wenn Medien über soziale Netzwerke berichten, heißt es oft: Facebook vs. StudiVz. Oder: Google Buzz vs. Twitter. Dem Nutzer ist das aber egal, er ist ohnehin in mehreren Netzen angemeldet. Was diese alle verbindet, ist seine Identität. Recognizr erkennt Personen anhand eines Handy-Fotos und zeigt an, in welchen Netzen diese aktiv sind.

Die Vorgehensweise ist einfach: Man fotografiert den Gegenüber mit dem Handy, Recognizr schaut dann, in welchen sozialen Netzen es ein Profil zu diesem Foto gibt. Diese werden anschließend mit einem kleinen Symbol auf dem Foto eingeblendet. Recognizr nennt dies auch Augmented Identity.

Für die Gesichtserkennung wird die Software FaceLib eingesetzt, die bei Recognizr auf einem Smartphone mit Android läuft. Beim Mobile World Congress hat das Unternehmen The Astonishing Tribe aber bloß einen Prototypen gezeigt. Die Gesichtserkennung kann aber auch auf einem iPhone oder im Netz auf einem Server laufen.

Opt-In-Verfahren

Recognizr durchforstet aber nicht alle bekannten sozialen Netze. Dafür würden auch die Zugangsdaten fehlen. Der Nutzer muss sich selbst bei Recognizr anmelden und dort hinterlegen, in welchen sozialen Netzen er aktiv ist.

Recognizr verbindet somit die einzelnen Netzwerke miteinander. Es ist ein soziales Meta-Netz oder ein Netzwerk der Netzwerke - vorausgesetzt, genug Leute melden sich dort an. Wenn vom Gegenüber kein Foto und keine Daten hinterlegt sind, dann ist dieser Dienst ziemlich nutzlos.

Neu ist die Idee allerdings nicht. Google bietet seit längerem ein Profil an, auf dem man seine sozialen Netzwerke eintragen kann. Dieses Profil kann auch als Identität im Netz dienen. Anhand eines Handy-Fotos kann allerdings bislang noch niemand erkannt werden.

25.02.2010 | 18:10 Uhr
Autor: Peter Giesecke
Tags: Gesichtserkennung, Recognizr, FaceLib, The Astonishing Tribe, Identität, Handy-Foto, Google-Profil, soziales Netzwerk, sozial network, Facebook, Twitter

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