Apple-Chef Steve Jobs hat oft genug gesagt, weshalb es kein Flash auf dem iPhone gibt. Die Hardware von mobilen Geräten sei einfach zu schwach für das resourcen-hungrige Flash. Das war 2008. Vor kurzem legte er nach: Flash stecke voller Fehler und würde viele Abstürze verursachen.
Der Flash-Programmierer Morgan Adams vertrat gegenüber dem RoughlyDrafted Magazine nun eine andere Meinung: An der schlechten Leistung mobiler Geräte liege es nicht. Flash funktioniere auf mobilen Geräten nicht wegen des Hover- oder Mouseover-Problems.
Der Touchscreen ist also Schuld. Flash-Anwendungen auf dem Desktop-Rechner unterscheiden in der Regel zwischen einem Mouseover und einem Klick. Auf einem Touchscreen lässt sich dieser Unterschied aber nicht so einfach realisieren.
Gesten nicht die Lösung
Der Mouseover ließe sich natürlich auch über Finger- oder Multitouch-Gesten simulieren, diese wären aber komplizierter als das Mouseover am Desktop-Rechner, das sich gerade dadurch auszeichnet, dass es einfacher als ein Klick ist.
An dieser Tatsache könnten weder Apple noch Adobe oder eine leistungsfähigere Hardware etwas ändern.
Flash kommt aufs Handy
Selbstverständlich ließen sich Flash-Anwendungen für mobile Geräte wie das iPhone entwickeln, die nicht vom Mouseover oder Rechtsklick Gebrauch machen, die bestehenden Spiele, Websites oder Video-Player ließen sich aber nur bedingt nutzen.
Adobe ist gerade dabei, Flash 10 auf die mobilen Plattformen Windows Mobile, Symbian S60, Palm webOS, und Google Android zu bringen. Dann wird sich zeigen, welche Probleme in der Praxis auftauchen.