Es muss nicht immer das Sofa sein, auf das man sich mit dem E-Reader zurückzieht, um einen Roman von Jane Austen oder John Grisham in digitaler Form zu lesen. Plastic Logic kann sich auch einen Geschäftsmann im Zug oder Flugzeug vorstellen, der Berge von Akten per E-Reader studiert.
Nur 8 mm dick ist der QUE proReader des britischen Unternehmens und 500 Gramm schwer. Gebaut wird der in Dresden und ab April in den USA verkauft. Er soll nicht nur Zeitschriften und Zeitungen, sondern auch Geschäftspapiere auf dem Display anzeigen.
Deshalb ist der Bildschirm auch größer als bei allen anderen E-Readern. 10,7 Zoll misst er in der Diagonalen, das ist DIN-A4-Format. Damit wird sogar der Amazon Kindle DX übertrumpft.
E-Mails und Kalender, aber kein Browser
Der QUE proReader kann die Formate PDF, ePub, eReader, TXT, RTF und HTML anzeigen sowie die Office-Formate Word, Excel und Powerpoint. Darüber hinaus hat Plastic Logic noch ein eigenes Format geschaffen: QUE truVue.
Außerdem kann man E-Mails abrufen und in den Outlook-Kalender schauen. Einen Web-Browser hat der QUE proReader aber nicht. Schließlich soll er nicht den Laptop ersetzen, sondern ein komfortables Aktenstudium ermöglichen. Der Schwarz-Weiß-Bildschirm wäre dafür auch gar nicht geeignet.
Teurer als andere E-Reader
Dennoch darf der QUE proReader in die Hand genommen werden, um die Langeweile zu vertreiben. Per WLAN erhält man Zugriff auf den Onlineshop von Barnes & Noble. Dort kann man Bücher in digitaler Form herunterladen, aber auch Zeitungen und Zeitschriften.
Das Modell mit einem Speicher von 8 GB kann zudem über UMTS funken. Im Preis von 799 Dollar ist bereits ein Internetzugang ohne Aufpreis enthalten. Dem 4-GB-Modell fehlt dieser, dafür kann nur er über Bluetooth funken. 649 Dollar muss man für diese Variante zahlen.
Ob und wann der QUE proReader nach Deutschland kommt, ist nicht bekannt.