Viele halten Apple-Chef Steve Jobs für ein Genie. Was Microsoft-Chef Steve Ballmer gestern während seiner Keynote im Rahmen der CES Las Vegas präsentierte, war schlichtweg das Gegenteil.
Zuerst zu den Fakten: Ballmer zeigte einen Prototypen des HP Slate. Dabei handelt es sich um einen Tablet-PC ohne Tastatur. In Zukunft sollen alle Tablet-PCs mit Windows 7 den Namen Slate tragen.
Mit dem Slate-PC soll man im Internet surfen, Multimedia anschauen und E-Books lesen können. Der Prototyp misst 22 x 30 cm und beherrscht Multitouch. Mehr verriet Microsoft nicht - auch nicht, was den Slate-PC so besonders macht.
Windows auf allen Geräten
Der Apple-Effekt hängt nicht an Steve Jobs, auch nicht an Apple; der Nutzer steht im Mittelpunkt und der Nutzen. Bei Microsoft ist es das Betriebssystem. Auf jedem Gerät muss Windows 7 laufen bzw. auf jeder Geräteform - jetzt eben auch auf einem Tablet oder Slate.
Der Slate-PC ist einfach nur ein neue Verpackung für alte Inhalte: Hardware wie auch Software. Die Steuerung über Multigesten, die Ballmer gestern präsentierte, ist nicht neu. Vom Apple iSlate erwartet man mehr - wahrscheinlich zurecht.
HP Slate erscheint Mitte 2010
Dann wird auch offensichtlich, wie sehr Microsoft hinterher hinkt. Dabei schien das Unternehmen auf dem richtigen Weg zu sein. Die ersten Bilder und Videos vom Microsoft Courier waren vielversprechend: anders als ein Slate, aber ein stimmiges Konzept mit Akzenten.
Mitte des Jahres soll der erste Slate-PC mit Windows 7, der HP Slate, erscheinen.