Nur wenig Details sind bekannt, was sich hinter Samsungs neuer Handy-Plattform Bada verbirgt. Im Dezember will das Unternehmen mehr verraten. Anscheinend soll es nicht in Konkurrenz zu so mächtigen Betriebssystemen wie Windows Mobile und Google Android stehen.
Bada könnte dann auf schwächeren Geräten eingesetzt werden, für die es bislang keine oder nur wenig Software gibt. Für solche Handys gibt es bereits einige Widget-Plattformen, von denen aber keine marktbeherrschend ist.
Auch Samsung hat mit TouchWiz eine Benutzeroberfläche, die sich über mehrere Betriebssysteme legt und per Widget erweitert werden kann. Mit dem bereits bestehenden Samsung Application Store gibt es auch schon eine Plattform, worüber diese Widgets verkauft werden können.
Symbian zu schwach
Bada soll aber anscheinend eine Plattform sein, die sich zwischen einer Widget-basierten Oberfläche und einem High-End-Betriebssystem ansiedelt. Die Frage ist allerdings, ob eine solche Plattform genügend Entwickler anzieht, um diese mit Leben zu füllen.
Mit der Einführung von Bada wird Samsung sich auch vom Betriebssystem Symbian verabschieden. Dies sagte Senior Vice President Don Joo Lee dem taiwanesischen Magazin DigiTimes. In Zukunft werde Samsung nur noch Smartphones mit Windows Mobile, Android und Bada herausbringen.
Symbian wird mittlerweile als ein schwächeres Betriebssystem eingestuft. So erklärte letztens Mozilla-Chef John Lilly, dass Symbian für den Firefox-Browser zu schwach sei. Nokia selbst wird auf seinen Topgeräten in Zukunft Maemo statt Symbian einsetzen.