Das Reizvolle an einem Partygespräch ist, dass sich nur wenig an diesem Abend klären lässt. So hat man Gesprächsstoff, bis man nach Hause geht. Oberschlaue jedoch zücken irgendwann ihr Smartphone, um mit Wikipedia zu beweisen, dass sie im Recht sind. Wer nur ein Einfach-Handy besitzt, könnte jetzt auch den WikiReader aus der Tasche ziehen.
Der WikiReader ist ein Lesegerät für Wikipedia-Artikel. Er kommt ohne Internetverbindung aus, da alle Texte auf einer Mirco-SD-Karte gespeichert sind. Eine Steckdose in der Nähe ist ebenfalls nicht erforderlich. Die Batterien sollen mehrere Monate halten.
Gesteuert wird der WikiReader über den Touchscreen und die drei darunter liegenden Tasten Search, History und Random. Suchbegriffe werden über eine virtuelle Tastatur auf dem Bildschirm eingegeben. Der Touchscreen zeigt allerdings nur Text an - auch das nur in schwarz-weiß.
99 Dollar kostet der WikiReader
Wenn die drei Millionen englischsprachigen Artikel nicht mehr aktuell sind, kann man selbst einen neuen Datensatz auf die Micro-SD-Karte überspielen. Für 29 Dollar pro Jahr erledigt dies aber auch der Betreiber von WikiReader. Alle Vierteljahr erhält man dann eine neue Micro-SD-Karte.
Das Gerät selbst kostet 99 Dollar und wird von Openmoko angeboten. Ursprünglich entwickelte Openmoko ein Linux-Handy mit Open-Source-Hardware. Angesichts anderer Linux-Projekte wie Google Android stellte Openmoko aber die Arbeit daran ein.
Gemäß dem Open-Source-Gedanken wird auch der WikiReader mit einem freien Format bestückt. Daher könnte auch schon bald eine Sammlung von Wikipedia-Artikeln in anderen Sprachen erscheinen. Oder die Inhalte anderer Wikis.