Ein alter Streit erlebt eine Neuauflage: Die Skype-Gründer Niklas Zennström und Janus Friis haben Ebay vor einem kalifornischen Gericht verklagt, da deren Tochter Skype widerrechtlich die Peer-to-Peer-Technik Global Index nutzen soll. Beide fordern die Einstellung des Dienstes und einen Schadensersatz von 75 Milliarden Dollar.
Im Jahr 2005 hatten Zennström und Friis Skype an Ebay verkauft, aber Rechte an Teilen der Technik behalten. Das neue Unternehmen der beiden, Joltid, kündigte ein Lizenzabkommen, nachdem Ebay Teile des Quelltextes bei einer Patentanmeldung veröffentlicht hatte.
Ebay hatte daraufhin Joltid vor einem britischem Gericht verklagt, nutzt die strittige Technik aber weiter. Derzeit entwickelt Skype eine alternative Technik, um in Zukunft nicht mehr auf Joltid angewiesen zu sein.
Keine Einigung mit dem Ex-Angestellten
In Zugzwang gerieten Zennström und Friis nun, da Ebay 65 Prozent von Skype verkauft hat. Die beiden Gründer sind selbst an einem Rückkauf interessiert. Die Verhandlungen scheiterten jedoch.
Die Käufer sind eine Gruppe von Finanzinvestoren um Mike Volpi. Dieser ist ein ehemaliger Skype-Manager und Ex-Chef von Joost, einem weiteren Unternehmen von Zennström und Friis.
Viele Kommentatoren rechneten damit, dass die Käufer sich mit den Skype-Gründern gütlich einigen würden. Stattdessen wurde Volpi vor einigen Tagen aus dem Verwaltungsrat von Joost geworfen. Die Klage vor dem kalifornischen Gericht richtet sich auch gegen die neuen Käufer von Skype.