In Zeitschriften kann man schnell blättern. Google hat sich gefragt, wie man das auch im Internet abbilden kann. Die Antwort ist Google Fast Flip. Und ganz nebenbei soll auch eine andere Frage beantwortet werden.
Fast Flip ist zwar bloß in den Google Labs erschienen und damit eine Betaversion, dennoch gibt es zum Start des neuen Dienstes bereits Anwendungen für das iPhone und für Smartphones mit Android. Auf den mobilen Geräten blättert es sich dann auch gleich anders - per Fingerwisch.
Derzeit bindet Google Fast Flip nur amerikanische Quellen ein. Gezeigt werden verkleinerte Screenshots einzelner Artikel. Das Flippen zwischen den einzelnen Seiten soll auf diese Weise so schnell gehen wie beim Durchblättern einer Zeitschrift.
Navigation der Newsportale ausgehebelt
Erst wenn man auf den Screenshot klickt, wird der Artikel in der Originalversion geöffnet. Beim iPhone oder Android-Handy tippt man auf den Touchscreen, um dann wählen zu können, ob man das Orignal öffnen möchte oder bloß zoomen.
Fast Flip hebelt damit die Navigation der Newsportale aus. Die Vorauswahl der Redakteure, die Gestaltung der Starseite spielt keine Rolle mehr. Google linkt direkt auf den Artikel. Die Entscheidung, welcher Artikel interessant ist, fällt auf den Seiten von Google Fast Flip.
Google bietet allerdings auch keine eigene Struktur. Thematisch gibt es nur eine grobe Vorgabe. Der Leser muss vor allem über die Suche zu seinen Themen finden.
Einnahmen mit den Verlagen geteilt
Der Unterschied zu Google News ist auf den ersten Blick die Darstellung. Google News bietet vor allem Überschriften, Google Fast Flip dagegen Screenshots der Artikel.
Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass Google Fast Flip zum Artikel Werbung einblendet. Diese werden zwar auch mit den Verlagen geteilt, die Frage ist allerdings, ob es sich für diese auf Dauer auch rechnet - für Google sicherlich.