Wenn der Inhalt schwach ist, muss die Verpackung stark sein. Bei der Hardware des neuen Android-Handys HTC Tattoo muss man Abstriche machen. Dafür lassen sich die Oberschalen austauschen. Das hat man schon vor Jahren bei Nokia gesehen.
Das HTC Tattoo ist das vierte Android-Handy von HTC und das zweite mit der Benutzer-Oberfläche HTC Sense. Beim HTC Hero wurde bereits kritisiert, dass die Hardware dafür zur dürftig ist. Auch im HTC Tattoo steckt bloß ein Qualcomm-Prozessor, der mit 528 MHz getaktet ist.
Ihm zur Seite stehen ein Arbeitsspeicher von 256 MB. Ob damit HTC Sense flüssig läuft, wird erst der Praxistest zeigen. In der neuen Sense-Oberläche werden zu jedem Kontakt alle Anrufe, E-Mails, SMS, Fotos und Status-Updates in sozialen Netzwerken in einer Ansicht zusammengefasst.
Nur 320 x 240 Pixel
Selbstverständlich finden sich auch alle Google-Dienste an Bord: die Google-Suche, Google Maps, Gmail (in Deutschland Google Mail), Google Talk, Google Kalender und ein Zugang zum Android Market.
Der interne Speicher ist 512 MB groß, kann aber über eine Micro-SD-Karte erweitert werden. Der Touchscreen ist 2,8 Zoll groß und zeigt 320 x 240 Bildpunkte an.
Das HTC Tattoo misst 10,6 x 5,5 x 1,4 cm und bringt 108 Gramm auf die Waage. Auf der Rückseite befindet sich eine Kamera mit 3,2 Megapixel und Autofokus.
Ab Oktober für 339 Euro
Daten lassen sich über HSDPA mit bis zu 7,2 Mbit/s auf das Smartphone laden, aber nur mit 384 kbit/s über UMTS verschicken. Alternativ kann man auch über WLAN b/g online gehen. Mit dem A-GPS-Empfänger wird es zu einem Navigationsgerät.
Mit dieser Ausstattung ist das HTC Tattoo ein Einstiegsgerät. HTC nennt es ein "Fun Phone". Um es attraktiv zu machen, lassen sich die Oberschalen austauschen. Diese gibt es in Schwarz, Weiß, Silber und Lila. Es lassen sich aber auch eigene Cover gestalten.
Am attraktivsten ist jedoch der Preis. 339 Euro bzw. 499 Franken wird das HTC Tattoo ohne Vertrag kosten. Ab Oktober ist es in Deutschland, Österreich und der Schweiz erhältlich, in Deutschland auch bei den Netzbetreibern Vodafone, E-Plus und O2.