Google-Autos

Neuer Streit um Google Street View (aktualisiert)

Es war ein langes Ringen um den Datenschutz bei Google Street View. Am Ende stand eine Vereinbarung, an die sich Google jetzt nicht hält. Dies erklärte Hamburgs Datenschutzbeauftragter Johannes Caspar gegenüber der Rhein-Zeitung.

Google hatte sich verpflichtet bekanntzugeben, wann die Google-Autos in welchen Städten ganze Straßenzüge fotografieren. Street View bettet diese Panorama-Ansichten dann in den Kartendienst Google Maps ein.

Laut Caspar sind nun aber Google-Autos im ländlichen Raum gesichtet worden, die vorher nicht angekündigt waren. Zudem trug die Liste Anfang August immer noch "Juni und Juli" im Titel. Dies hat Google mittlerweile korrigiert.

Nur das kleinere Problem

Google erklärte der Rhein-Zeitung, man sei gerade dabei gewesen, die ersten Landkreise in die Liste einzuarbeiten. Das heutige Treffen zwischen Caspar und Google soll die Situation klären.

Dass sich die Bürger vorab informieren können, ob die Google-Autos in ihrer Gegend unterwegs sind, war aber nur das kleinere Problem. Das Hauptproblem der Datenschützer bestand darin, dass die Rohdaten in die USA überspielt werden und dort der Kontrolle der deutschen Behörden entzogen sind.

"Auch wenn eine Überprüfung der Umsetzung der Widersprüche durch nationale Datenschutzbehörden in der Hauptniederlassung von Google in den USA nicht möglich ist, gehen wir fest davon aus, dass die Verarbeitung der Daten dort wie vereinbart erfolgt", so Caspar Mitte Juni. Nachtrag Caspar erklärte mittlerweile gegenüber der Nachrichtenagentur dpa, dass das Problem behoben sei. Wörtlich: "Wir gehen davon aus, dass das ein Ausreißer war".

06.08.2009 | 13:10 Uhr
Autor: Peter Giesecke
Tags: Google-Autos, Google, Street Views, Johannes Caspar, Datenschutz, Datenschützer, Rhein-Zeitung

Anzeige

Werbung