Akku

Handy aufgeladen, Arbeitsplatz verloren (aktualisiert)

Ein Hersteller von Industrie-Dichtungen hat einen 51-jährigen Arbeiter fristlos entlassen, weil er am Arbeitsplatz sein Handy aufgeladen hat. 70 Akku-Ladungen kosten einen Cent.

Bei einem ersten Gütetermin vor dem Arbeitsgericht Oberhausen hat der Richter vorgeschlagen, die Kündigung zurückzunehmen, wenn Mohammed S. sich verpflicht, das Handy nicht mehr am Arbeitsplatz zu laden.

Kaffemaschine kein Problem

Der Arbeitgeber lehnte dies jedoch ab. Der nächste Gerichtstermin ist für Oktober angesetzt. Mohammed S. war 14 Jahre in dem Unternehmen beschäftigt.

Kollegen von Mohammed S. nutzen ein Radio oder eine Kaffeemaschine - ebenfalls auf Kosten des Betriebes. Nachtrag Der Arbeitgeber hat gestern die Kündigung zurückgezogen. Mohammed S. durfte damit heute wieder an seinem Arbeitsplatz erscheinen.

05.08.2009 | 10:32 Uhr
Autor: Peter Giesecke
Tags: Akku, Handy, Kündigung, Entlassung, fristlos, Arbeitsplatz

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