Bundesrat

Jedem Dorf sein Breitband-Internet

Fünf Millionen Deutsche können zuhause keinen Breitband-Internetanschluss erhalten. Der Bundesrat hat deshalb heute beschlossen, den ländlichen Raum mit Breitband-Internet zu versorgen.

Genutzt wird dafür die Digitale Dividende, Funkfrequenzen im Bereich zwischen 790 und 862 MHz. Diese sind durch die Umstellung auf den digitalen Rundfunk freigeworden.

In der Frequenzbereichs-Zuweisungsplan-Verordnung wurde festgelegt, dass diese Frequenzen von der Bundesnetzagentur versteigert werden. Dies wird voraussichtlich noch in diesem Jahr, spätestens Anfang nächsten Jahres geschehen.

1 Mbit/s bis Ende 2010

Über Mobilfunkanschlüsse im neuen Frequenzbereich sollen dann zuerst ländliche Gebiete mit Breitband-Internet versorgt werden. Bis Ende 2010 sollen diese flächendeckend 1 Mbit/s schnell sein. Vodafone verspricht sogar bis 5 Mbit/s zu diesem Zeitpunkt.

Vodafone testet die Nutzung der neuen Frequenzen bereits im Ostalbkreis in Baden-Württemberg, E-Plus in der Nähe der Mecklenburgischen Seenplatte. Es handelt sich dabei um HSDPA-Anschlüsse, über die Downloads mit bis zu 7,2 Mbit/s möglich sind.

VoIP erlaubt oder nicht?

In ihren bisherigen Verträgen untersagen die Mobilfunk-Netzbetreiber meist Telefonate über Voice-over-IP (VoIP), Chats über Instant Messaging und Filesharing.

Wenn die Mobilfunker diese Konditionen auch für die Digitale Dividende übernehmen, hätten die Kunden gegenüber einem DSL- oder Kabel-Internetanschluss einige Einschränkungen hinzunehmen.

12.06.2009 | 21:37 Uhr
Autor: Peter Giesecke
Tags: Bundesrat, Digitale Dividende, Rundfunkfrequenzen, Breitband-Internet, Frequenzbereichs-Zuweisungsplan-Verordnung

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