Digitale Dividende

Mobilfunk-Internet stört Kabelfernsehen

Bis 2010 sollen ländliche Gebiete, in denen es kein DSL gibt, mit Breitband-Internet versorgt werden - über Mobilfunk. Am Freitag wird der Frequenzbereichszuweisungsplan dem Bundesrat vorgelegt. Von technischen Probleme berichtet allerdings die Wirtschaftswoche.

Durch die Umstellung auf digitales Fernsehen sind Frequenzen zwischen 790 und 862 Megahertz freigeworden, die jetzt für Breitband-Internet über Mobilfunk genutzt werden sollen. Dies ist die sogenannte Digitale Dividende.

Vodafone testet die Nutzung der neuen Frequenzen bereits im Ostalbkreis in Baden-Württemberg, E-Plus in der Nähe der Mecklenburgischen Seenplatte. Es handelt sich dabei um HSDPA-Anschlüsse, über die Downloads mit bis zu 7,2 Mbit/s möglich sein sollen.

Drahtlose Mikrofone und Kabelfernsehen

Die Wirtschaftswoche berichtet nun ohne Angabe einer Quelle, dass in dem neuen Frequenzband drahtlose Mikrofone gestört werden können. Diese werden bei Live-Konzerten, Sportveranstaltungen und TV-Shows eingesetzt. Die Zuschauer könnten dann einen brummenden Ton hören.

Laut Wirtschaftswoche weist das Institut für Rundfunktechnik darauf hin, dass der Empfang von Kabelfernsehen ebenfalls gestört werden könnte.

Fünf Millionen Bürger haben nach Angaben des Deutschen Städte- und Gemeindebundes derzeit keinen schnellen Zugang zum Internet.

10.05.2009 | 12:05 Uhr
Autor: Peter Giesecke
Tags: Digitale Dividende, Mobilfunk-Internet, Breitband-Internet, Wirtschaftswoche, digitale Mikrofone, Großveranstaltungen, Kabelfernsehen, Institut für Rundfunktechnik

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