Datenschutz

Street View: Google schießt wieder Fotos

Datenschützer und Google seien sich endlich einig, hieß es noch Ende April. Wer von einer Google-Kamera erfasst wird, wenn Bilder für den Dienst Street View gemacht werden, kann vor der Veröffentlichtung Einspruch erheben. Google wolle extra dafür Datenschutztools entwickeln.

Bereits wenige Tage später sind die Google-Autos wieder losgefahren. Nach Angabe des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD) werden im Mai und Juni die Städte Kiel und Lübeck sowie angrenzende Ortschaften fotografiert.

Wer bemerkt, wie er von einem Google-Auto aufgenommen wird, kann per E-Mail unter streetview-deutschland@google.com Einspruch erheben. Daraufhin werden die Personen bzw. Häuser vor der Veröffentlichung unkenntlich gemacht.

Datenschützer wollen weiter verhandeln

ULD-Leiter Thilo Weichert: "Die Anforderungen an ein rechtmäßiges Erstellen und Veröffentlichen von digitalen Straßenansichten im Internet, wie sie von den Aufsichtsbehörden mit Beschluss vom 13./14.11.2008 festgestellt wurden, werden von Google bisher nicht vollständig erfüllt."

Und weiter: "Wir werden weiter mit Google verhandeln und im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten die Beachtung des Datenschutzes einfordern.“

05.05.2009 | 16:04 Uhr
Autor: Peter Giesecke
Tags: Datenschutz, ULD, Google, Street View, Thilo Weichert, Schleswig-Holstein, Kiel, Lübeck, Google-Auto

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