Preisgrenzen

EU-Parlament will Datenkosten deckeln

Der Industrie-Ausschuss des europäischen Parlaments hat sich mit dem Vorschlag der EU-Kommission beschäftigt und Preisobergrenzen für den mobilen Internetzugang im EU-Ausland festgesetzt.

Wer mit Handy oder Laptop in einem anderen EU-Land online geht, soll maximal 50 Cent pro Megabyte zahlen. Die EU-Kommission hatte als Grenze einen Euro vorgeschlagen.

Zudem soll auf Kilobyte-Basis abgerechnet und vom Kunden eine Grenze festgelegt werden, bis zu der sich Kosten auftürmen können.

Kunden dürfen Grenzen festlegen

Bevor diese Grenze erreicht wird, soll der Kunde gewarnt und ihm letztlich die Möglichkeit gegeben werden, dieses Limit außer Kraft zu setzen. Andernfalls wird der mobile Internetzugang gesperrt.

Der Preis für eine SMS, die im EU-Ausland verschickt wird, soll maximal 11 Cent kosten. Diese Preise gelten nicht für den mobilen Internetzugang oder das Verschicken von Kurznachrichten innerhalb Deutschlands.

Noch vor dem Urlaub gültig

Auch ist die Mehrwertsteuer noch nicht eingerechnet. Die deutschen Mobilfunker können daher etwas mehr als 13 Cent pro SMS und knapp 60 Cent pro Megabyte berechnen.

Die Vorlage des Ausschusses soll Ende April ins Plenum des EU-Parlaments eingebracht werden, sodass die neuen Preisgrenzen bereits ab Juli gelten könnten.

10.03.2009 | 19:28 Uhr
Autor: Peter Giesecke
Tags: Preisgrenzen, SMS, Kurznachricht, EU-Parlament, europäisches Parlament, Industrieausschuss, Urlaub, EU-Ausland, Internetzugang, Datenroaming

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