Amazon Kindle, Sony PRS-505 und txt reader - in den letzten Wochen ist viel über Lesegeräte für digitale Bücher gesprochen worden. Tatsächlich wollen 2,2 Millionen Deutsche in diesem Jahr ein E-Book kaufen.
Dies ergab eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Forsa im Auftrag des Branchenverbandes Bitkom im Vorfeld der Leipziger Buchmesse.
Bitkom-Vizepräsident Achim Berg zufolge muss es aber kein E-Book-Reader sein: "Mit der Verbreitung preiswerter Netbooks und der neu auf den deutschen Markt kommenden elektronischen Lesegeräte wird die Fangemeinde digitaler Bücher wachsen".
Fachbücher statt Grisham
Auch muss es nicht Goethes Faust oder der neue Grisham sein. "Bei Fachliteratur wird sich das digitale Buch zuerst durchsetzen", so Berg weiter. Fachtitel würden nur in kleiner Auflage erscheinen. Daher seien sie auch so teuer.
"In der wissenschaftlichen Arbeit sind elektronische Bücher auch wegen der Suchfunktion überlegen. Wie in einem Word-Dokument kann nach Stichwörtern gesucht oder können Zitatpassagen wiedergefunden werden", so Berg weiter.
Ob sich diese Thesen aus der Umfrage ableiten lassen, sagte Bitkom nicht. Es wurden auch keine Angaben gemacht, wieviele Personen befragt wurden und welche Aussagen noch abzuleiten waren.
Lediglich über die junge Altersgruppe der 14- bis 29-Jährigen sagte Bitkom, dass dort in diesem Jahr jeder Zwanzigste den Kauf eines elektronischen Buches plane.