Wo Daten erhoben werden, können diese auch missbraucht werden. Fast schon reflexartig wird deshalb vor dem Kraken gewarnt, wenn Google einen neuen Dienst vorstellt - manchmal aber auch zu Unrecht.
Mit der gestern veröffentlichten Version 3.0 von Google Maps Mobile kann man seinen aktuellen Standort anderen automatisch mitteilen. In seinem Wesen ist die neue Funktion namens Latitude bloß ein soziales Netz plus GPS-Daten.
In einigen Reaktionen wird jedoch befürchtet oder sogar behauptet, Latitude sei ein Überwachungstool. Das stimmt aber nicht. Jeder Nutzer kann selbst bestimmen, wer was sieht.
Kontrolle darüber, wer was sieht
So muss man der Nutzung von Latitude explizit zustimmen. Aber auch dann kann man für jeden Kontakt einzeln bestimmen, ob er einen sieht oder nicht.
Man kann den automatisch ermittelten Standort anzeigen lassen, eine selbst eingegebene Nachricht oder die Anzeige komplett unterdrücken.
Privatsphäre selbst aufgegeben
Darüber hinaus lässt sich die Einladung eines Freundes auch einseitig akzeptieren. Man kann ihn dann sehen, ohne selbst gesehen zu werden.
Im Prinzip macht Google nur das, was andere Dienste bereits vorgemacht haben. Ein Vorreiter ist Google dabei nicht.
Wer solche Dienste wie Google Latitude nutzt, sollte sich bewusst sein, dass er seine Privatsphäre selbst aufgibt.