Durch die Umstellung des Rundfunks von analog auf digital sind etliche Frequenzen freigeworden. Um diese Digitale Divende bemühen sich schon seit einiger Zeit die Mobilfunk-Netzbetreiber. E-Plus hat nun einen Test unter realen Bedingungen gestartet.
Testgebiet sind die Grabowhöfe in der Nähe der Mecklenburgischen Seenplatte. 50 Haushalte und Betriebe wurden von E-Plus und Ericsson über HSDPA angeschlossen. Downloads sollen mit bis zu 7,2 Mbit/s möglich sein.
Das Wirtschaftsministerium des Landes Mecklenburg-Vorpommern und die dortige Landesrundfunkzentrale sind Partner in diesem Test. Sie hoffen, dass ländliche Regionen über die freigewordenen Rundfunkfrequenzen mit Breitband-Internet versorgt werden können.
Weniger Antennen notwendig
Fünf Millionen Bürger haben nach Angaben des Deutschen Städte- und Gemeindebundes derzeit keinen schnellen Zugang zum Internet.
Im Frequenzspektrum zwischen 790 und 862 MHz deckt eine Antenne eine größere Fläche ab als mit den bisher genutzten Frequenzen. Weniger Antennen sind folglich nötig, um eine Fläche komplett zu versorgen. Aufbau und Unterhaltung des Netzes sind günstiger.
Da sich alle Nutzer in einer Funkzelle aber die maximale Bandbreite teilen, könnte die effektive Bandbreite eines Haushalts wesentlich geringer ausfallen als an einem DSL-Anschluss.