Wer seinen Arbeitsplatz in ein Wiener Kaffeehaus verlegt, kann dort ab Januar über Mobilfunk schneller im Internet surfen als am heimischen DSL-Anschluss.
Der österreichische Mobilfunker mobilkom austria, der das A1-Netz betreibt, hat bekanntgegeben, ab Januar mobile Internetzugänge über HSPA+ zu testen. Damit werden Downloads mit bis zu 28,8 Mbit/s möglich sein. Den Anfang macht Wien. Zum zweiten Quartal sollen weitere Standorte folgen.
HSPA+ ist eine Erweiterung des HSPA-Standards, der sich aus HSDPA für beschleunigte Downloads und aus HSUPA für schnellere Uploads zusammensetzt.
Auch das UMTS-Netz wird ausgebaut
Die höheren Bandbreiten werden durch das bessere Codierungsverfahren 64QAM erreicht sowie durch den Einsatz von MIMO-Antennen (Multiple Input Multiple Output), wodurch mehrere Kanäle gebündelt werden.
Im ersten Schritt setzt mobikom autria aber bloß das neue Codierungsverfahren ein. Um die höheren Bandbreiten nutzen zu können, ist in jedem Fall neue Hardware erforderlich.
Gleichzeitig gab mobilkom austria bekannt, das bestehende UMTS-Netz weiter auszubauen. Bis Ende nächsten Jahres soll darüber 90 Prozent der Bevölkerung erreicht werden.