Ein eigenes HSDPA-Netz werde E-Plus nur in einigen Uni-Städten aufbauen. Dies bekräftigte E-Plus-Chef Thorsten Dirks in einem Gespräch mit der Zeitung Die Welt. Für den mobilen Zugang zum Internet im ländlichen Raum forderte er dagegen ein gemeinsames Netz.
"Wir befinden uns in einem Investitionsdilemma", so Dirks. Es bestehe die Gefahr, dass der Aufbau solcher Netze mehr koste als diese hinterher einbrächten. Sinnvoll sei deshalb nur ein gemeinsames Netz.
T-Mobile und Vodafone scheinen dies anders zu sehen. Die beiden großen Netzbetreiber rüsten gerade ihre UMTS-Netze komplett mit HSDPA und HSUPA auf und erweitern diese auch. Außerhalb der UMTS-Netze steht in den meisten Fällen dann immerhin noch EDGE für schnelle Internetverbindungen bereit.
Noch kein richtiges Geschäftsmodell
Dirks betont, dass mobiles Breitband-Internet kein Ersatz für DSL sei. Im Grunde habe die gesamte Branche noch nicht verstanden, ein funktionierendes Geschäftsmodell für das mobile Internet zu schaffen. Die meisten Mobilfunknutzer benötigten keine schnelle Datenverbindung.
Mit dem mobilen Internet würden zwar Gewinne eingefahren. Diese glichen jedoch nur die Verluste aus, die im Geschäft mit Sprachverbindungen entstünden. Die Mobilfunk-Discounter hätten das Potential, so Dirks, ihren Marktanteil von jetzt 10 auf 30 Prozent steigern.