Zwei Beschwerden lagen der UK Advertising Standards Authority (ASA) vor. Die Werbung für das iPhone im britischen Fernsehen führe die Käufer in die Irre. Jetzt hat die ASA entschieden: Der Spot darf in dieser Form nicht mehr gesendet werden.
Versprochen habe Apple einen voll funktionierenden Webbrowser. Wörtlich hieß es: "Alle Teile des Internets sind auf dem iPhone". Für Flash-Animationen und Java-Anwendungen ist dies allerdings nicht der Fall. Sun entwickelt zwar eine Java-Version fürs iPhone. Das Gleiche macht Adobe mit Flash. Doch ob Apple beide Techniken dann auch aufs iPhone lässt, ist noch unklar.
Gegen die Vorwürfe setzte sich Apple gegenüber der ASA zur Wehr. Mit dem Safari-Browser bestehe schließlich Zugang zu jeder Website. Es seien lediglich Teile nicht zugänglich, die Java oder Flash verwenden. Bei beiden Techniken handele es sich auch nicht um Open Source. Auf Desktop-Browsern würden sie bloß als Plugin eingebunden.
T-Mobile war auch schon dran
Im TV-Spot wolle man sich von reinen WAP-Browser absetzen, so Apple weiter. Die ASA beharrt jedoch auf dem Standpunkt, dass Apple die Grenzen des Browsers hätte aufzeigen müssen. Andernfalls erwartet man auf dem iPhone, was auch auf dem Desktop möglich ist. Dies sei aber nach Ansicht der ASA nicht der Fall.
So einzigartig, wie Apple es darzustellen versucht, ist der Safari-Browser aber gar nicht. Sogenannte "Full Web Browser" sind schon längst Standard geworden. Wer auf seinem Handy keinen vorinstalliert findet, kann ihn jedoch meist nachrüsten. Der beliebte Opera Mini lässt sich auf fast jedem Java-Handy verwenden.
Auch in Deutschland musste bereits von einer Werbung mit dem iPhone Abstand genommen werden. In diesem Fall traf es aber den Netzbetreiber. T-Mobile hatte mit unklaren Aussagen zum Flatrate-Charakter seiner iPhone-Tarife die Käufer irregeführt.
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