Nach dem Kauf passiert es immer wieder, dass man sich eingestehen muss: Das Gerät ist gar nicht so toll wie in der Werbung beschrieben. Oder man besteht einfach darauf, dass es sich um einen Defekt handelt. In Apples Support-Forum tummeln sich unzufriedene iPhone-Kunden. Die Medien spekulieren derweil über die Ursachen. Apple schweigt.
Der Ärger richtet sich auf das, was das neue iPhone von dem alten unterscheidet: UMTS und HSDPA. Geklagt wird über zu geringe Datenraten. Trotz ausreichender Signalstärke soll das iPhone (in Einzelfällen) nicht ins UMTS-Netz wechseln, sondern weiterhin über EDGE funken. Es gibt auch einzelne Berichte über Verbindungsabbrüche während eines Gespräches.
Das Wall Street Journal (WSJ) berichtet unter Berufung auf eine nicht näher genannte Quelle, dass der Infineon-Chip schuld sei. Dieser sei speziell für das iPhone entwickelt worden, komme aber laut Infineon auch in Samsung-Handys zum Einsatz. Dort funktioniere er fehlerfrei. Laut Nachrichtenagentur dpa-AFX sei lediglich die Software das Problem, und Apple arbeite bereits an einer neuen Firmware.
Wie schnell ist das iPhone 3G?
Pocketbrain fragte bei Erscheinen des iPhones 3G bei Apple und T-Mobile nach, wie schnell der HSDPA-Chip im neuen iPhone denn nun sei. Die Antwort ist man uns schuldig geblieben. Geworben wurde mit einem 2,4 mal schnelleren iPhone. Daraus kann man schließen, dass die HSDPA-Geschwindigkeit im iPhone gedrosselt ist. Dies würde Energie sparen und den Akku schonen - und somit im Sinne Apples sein.
Auch wenn das iPhone 3G genau das tut, was es nach Apples Willen tun soll, so sind die Kunden dennoch unzufrieden. Die Berichte darüber gefährden sogar das Ziel, bis Ende des Jahres 10 Millionen iPhone verkauft zu haben. Apple muss also reagieren. Apple wird das tun, was das Unternehmen so gut kann: kommunizieren. Nach dem nächsten Firmware-Upgrade wird es heißen, dass das Problem gelöst sei. Dann wird wieder geschwiegen.
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